Bärlauch-Pestobrot

Ihr sucht etwas Nettes fürs Grillen? Zum Brunchen? Als Einweihungs-Mitbringsel? Wie wäre es mit Pestobrot mit Bärlauch und Haferflockenmehl – in der Schnellversion für Kurzentschlossene oder mit langer kalter Übernachtgare für Vorbereitete?

Brotblume_Bärlauchpesto

Kennt ihr sie auch, diese Klassiker, die zu jeder Gelegenheit passen? Bei uns im Freundeskreis ist das dieses Pestobrot, das von Grillparty über Brunch bis Picknick alles mitmacht. Es ist aber auch einfach super vorzubereiten, kann nach Gusto gefüllt werden und schick aussehen tut es dabei auch noch! Das Formen ist dabei auch gar nicht so schwer, wie man vielleicht denken mag.

Generell kann das Pestobrot auch relativ spontan gemacht werden. Ich hab das Klassiker-Rezept, das ihr zuhauf in einschlägigen Rezeptdatenbanken findet, etwas abgewandelt. Anstelle nur Weißmehl zu verwenden, habe ich einen Teil durch Vollkornmehl und Haferflockenmehl ersetzt. Ihr könnt aber auch nur Weißmehl oder Vollkornmehl nehmen. Dann habe ich die kurze Gare in eine Übernachtgare verwandelt und dementsprechend weniger Hefe verwendet. Ich bin ein Fan von langer kalter Gare, da der Hefegeschmack dann nicht so dominant ist, sich dafür aber ein gutes Aroma entwickeln kann.

Brotblume mit Pesto

Seid ihr kurzentschlossen und möchtet auf Vollkornmehl verzichten, dann erhöht ihr die Hefemenge auf 20 Gramm und nehmt 10 % weniger Wasser. Die Teiggare (also bevor ihr das Brot formt) liegt dann nur bei 45 Minuten.

Bei der Füllung könnt ihr euch austoben. Ich habe Bärlauchpesto genommen, es geht aber auch Basilikum- oder Tomtenpesto oder was euch sonst gerade einfällt. Vielleicht mache ich auch mal eine süße Version, dann würde ich nur den Teig etwas anpassen und einen süßen Hefeteig machen. Das Schöne am Bärlauchpesto ist, dass man zunächst denkt, es wäre das traditionelle Pasta-Genovese, was jedoch beim ersten Biss eindeutig klargestellt wird.

Brotblume

Nach der Gare geht es ans Formen: Dafür teilt ihr den Teig in drei gleich große Teile. Ich nehme dafür immer eine Waage, aber vielleicht habt ihr ja ein besseres Augenmaß als ich 😉 Je exakter man jedoch arbeitet, desto schöner wird am Ende das Ergebnis. Ihr nehmt eine Springform und legt den Boden mit Backpapier aus, den ihr in den Rahmen klemmt. Dann rollt ihr die erste Teigkugel in der Größe der Springform aus und legt sie damit aus. Ihr bestreicht den Teig mit ca. 1-2 EL Pesto. Dann macht ihr weiter mit der nächsten Teigkugel, die ihr ausrollt und auf die mit Pesto bestrichene Lage gebt. Mit dem Rest verfahrt ihr ebenso, nur dass auf die oberste Schicht kein Pesto kommt. Jetzt werden die Stücke eingeteilt. Ich mache das mit einem Torteneinteiler, aber wenn man den nicht hat, schneidet man den Teig in 14 gleich große Stücke und lässt dabei in der Mitte einen Kreis stehen. Ihr könnt dort zum Beispiel eine Untertasse oder ein Glas drapieren und die Stücke nur bis dahin schneiden. Als nächstes nehmt ihr jedes Stück und dreht es zweimal um sich selbst. Ich habe die Pestoblume dann mit Wasser abgestrichen und mit Sonnenblumenkernen bestreut. Es folgen weitere 45 Minuten Gare und dann geht es ab in den Ofen. Anschaulich erklärt findet ihr das übrigens auch hier im Video.

Bärlauch_Brot_web

Jetzt muss nur noch das Wetter mitmachen und das nächste Picknick oder die nächste Gartenparty können kommen!

Pestobrot mit Bärlauch

Zutaten

  • 50g Pinienkerne
  • 1/4 TL Salz
  • 50g Olivenöl
  • 50g Parmesan
  • 100g Bärlauch
  • 200g Weizenmehl Type 550
  • 100g Weizenvollkornmehl
  • 100g Haferflockenmehl
  • 7g Hefe (oder 20 g für die Schnellversion)
  • 10g Salz
  • 10g Olivenöl
  • 2 EL Sonnenblumenkerne

Hinweis

Die Pestoportion ist größer als für das Pestobrot benötigt. Der Rest hält sich in einem sterilen Einmachglas mit Olivenöl bedeckt mehrere Wochen im Kühlschrank.

Zubereitung

Für das Pesto
Schritt 1 Pienienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten und abkühlen lassen. Mit Salz, Olivenöl und Bärlauch in einen Standmixer geben (oder einen Pürierstab nehmen) und so lange mixen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Parmesan fein reiben und unterrühren.
Für das Brot
Schritt 2 Die Mehlsorten, 270 g Wasser, Hefe Salz und Öl in eine Schüssel geben und mit einer Küchenmaschine oder den Knethaken eines Rührbesens ca. 5 Minuten kneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Der Teig ist etwas klebrig, das ist genau richtig so. Den Teig abdecken und über Nacht für ca. 8-10 Stunden im Kühlschrank gehen lassen. In der Schnellversion nehmt ihr 20 g Hefe und lasst den Teig ca. 45 Minuten an einem warmen Ort stehen.
Schritt 3 Am nächsten Tag den Boden einer Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und in den Rahmen klemmen. Den Teig in drei Teile teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche in der Größe der Springform ausrollen und sie damit auslegen. Mit 1-2 EL Pesto bestreichen. Mit den restlichen Teigkugeln und Pesto ebenso verfahren und alles übereinander stapeln. Nur auf die oberste Schicht kommt kein Pesto. Die Springform entfernen. Das Brot in 14 Stücke schneiden, dabei in der Mitte einen Kreis stehen lassen. Am besten gelingt das mit einem Torteneinteiler. Jedes Stück zwei Mal um sich selbst drehen. Das Pestobrot mit Wasser abstreichen und mit Sonnenblumenkernen bestreuen. Abgedeckt ca. 45 Minuten gehen lassen.
Schritt 4 Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, dabei das Backblech mit aufheizen lassen. Wenn der Ofen heiß ist, das Pestobrot mit dem Backpapier auf das Backblech ziehen und für ca. 20 – 25 Minuten backen.

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