Gesündere glutenfreie Knusper-Brownies mit Canihua

Superschokoladige glutenfreie Brownies erhalten durch Canihua-Samen einen Knuspereffekt und Nährstoff-Booster. Ausprobieren lohnt sich!

Knusper-Brownies mit CanihuaVon Chiasamen über Quinoa bis hin zu Goji-Beeren – viele Superfoods haben sich vom Feinkost-Exoten zum Standardprodukt gemausert. Doch sei es nun aufgrund von Produzenten, die ein großes Geschäft wittern oder dem Trend, sich auf der ganzen Welt Nahrungsmittel mit hoher Nährstoffdichte anzuschauen – ständig kommen neue Produkte ins Gespräch.

Ich nehme einige davon unter die Lupe, angefangen mit Canihua-Samen. Was können die kleinen Körnchen?

Canihua-BrowniesWelchen Ursprung hat Canihua?

Bei Canihua handelt es sich – wie bei Quinoa – um ein aus Südamerika stammendes Pseudogetreide, das zu der Familie der Fuchsschwanzgewächse gehört. Diese Verwandtschaft ist auch äußerlich offensichtlich, Canihua-Samen sind kleine bräunlich-schwarze Kugeln mit leichten Rotstich und dabei etwas kleiner als Quinoa.

Was steckt drin?

Canihua-Samen sind ein hervorragender Lieferant für pflanzliches Eiweiß (16g auf 100g) und Eisen (14 mg auf 100g). Insbesondere also für Vegetarier eine spannende Angelegenheit! Mit 55 g Kohlenhydraten und dabei einem hohen Ballaststoffanteil sind es super Energie-Spender. Canihua ist außerdem reich an Magnesium, Zink und Folsäure.

Eine Portion Canihua (ca. 50 g) schlägt mit mit ca. 180 kcl zu Buche. Als Pseudogetreide ist es wie Quinoa und Amaranth glutenfrei.

Knusper-Canihua Brownies

Wo steckt man’s rein?

Canihua schmeckt leicht nussig mit einer deutlich schokoladigen Note. In gemahlener Form kann man Canihua für Getränke und zum Backen verwenden. Ansonsten sind die Einsatzmöglichkeiten ähnlich zu Quinoa. Die Körnchen bereichern Muffins oder Müsliriegel und ich kann besonders empfehlen, ein paar Löffel in die Overnight Oats zu mogeln!

Mit einem Kilopreis von ca. 20 € ist Canihua kein Schnapper. Sollte Canihua sich wie Quinoa durchsetzen und die Nachfrage ansteigen, wird es vermutlich bald leichter zu finden sein, aktuell sind der Bio-Laden und diverse Online-Shops die passende Adresse.

Lokale Alternativen

Aber muss es immer das Superfood aus den Anden sein? Betrachtet man den Eiweiß-Anteil, ist Hirse eine geeignete Alternative. Auch Leinsaat ist ein idealer heimischer Gesundheits-Allrounder. Natürlich finden sich auch lokale Produkte, um den Anteil an Magnesium, Zink und Folsäure zu decken. Aber ein heimisches Produkt, dass eine gleiche Nährstoffzusammensetzung hat und einen ähnlichen Geschmack und Konsistenz zu bieten hat, ist mir nicht bekannt! Also, ab und zu darf man seinen Speiseplan meiner Meinung nach ruhig mit den Südamerikanischen Supersamen pimpen – sofern man sich dabei dieser Besonderheit bewusst ist!

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Brownies mit Knuspereffekt

Neben Canihua kommen noch allerlei tolle Sachen in die Brownies, so zum Beispiel Kokosöl und Kokosblütenzucker oder feinste Kakaoprodukte wie Kakaonibs, Zartbitterschokolade oder rohes Kakaopulver.

Gehört ihr zu den Leuten, die Himbeerkerne auf den Tod nicht ausstehen können? Dann rate ich euch zu eurer eigenen Sicherheit, einen kleinen Trick anzuwenden, damit die Canihua Samen einen Bonuseffekt auf eure Brownies haben und das ganze nicht zu einem Reinfall wird. Wer kein Fan von Knusper-Überraschungen ist, kann die Canihua-Samen ca. 5 Minuten in Wasser vorkochen oder über Nacht einweichen. Was dann bleibt, ist nur noch der nussig-schokoladige Geschmack ohne Knusper-Crunch.

Die Brownies halten sich luftdicht verschlossen im Kühlschrank ca. eine Woche, ohne dabei über die Zeit an Konsistenz oder Geschmack einzubußen. Eher im Gegenteil, einen Tag im Kühlschrank solltet ihr den schokoladigen Kerlchen gönnen! Belohnt werdet ihr mit einer unfassbar schokoladigen cremigen und – wenn ihr wollt – überraschend knusprigen Angelegenheit.

Was haltet ihr von Canihua und gehört ihr zu der Knusperfraktion oder bevorzugt ihr einen durchweg cremigen Löffel? 🙂

Knusper-Brownies mit Canihua

Zutaten

  • 60ml Mandelmilch
  • 2 Eier
  • 1 TL Backpulver
  • 50g Kokosblütenzucker
  • 50g Rohrohrzucker
  • 60g Kakaopulver
  • 100g Zartbitter-Schokodrops
  • 120g Canihua
  • 3/4 TL Salz
  • 115g Kokosöl
  • 1/2 Vanilleschote
  • 2 EL Kakaonibs

Zubereitung

Schritt 1 Fett schmelzen und kurz abkühlen lassen. Zucker, Kakao, Backpulver, und Salz hinzufügen und weiter abkühlen lassen.
Schritt 2 Eier und Milch unterrühren, dann Canihua. Zum Schluss die Schokodrops unterheben.
Schritt 3 Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform (ca. 20 x 20 cm) mit Backpaper auslegen und Masse einfüllen. Kakaonibs darauf verteilen. Für ca. 25 Minuten backen, dann auskühlen lassen. Schmecken am besten, wenn sie einen Tag im Kühlschrank durchgezogen sind und halten sich luftdicht verschlossen im Kühlschrank ca. 1 Woche.

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