Ein Rezept für Ratzfatz-Vanille-Apfelkuchen und Kindheitserinnerungen

Nahezu jeder hat ihn – den Kuchen, der seine Kindheit geprägt hat. Bei dem der Anstich der Gabel eine Zeitreise einleitet und man beim ersten Bissen in die Vergangenheit katapultiert wird, weil die Geschmacksknospen über ein nicht zu verachtendes Erinnerungsvermögen verfügen.

Apfelkuchen

Bei mir ist das – neben Mokkatorte, Waschkorbgebäck und Marmorkuchen – der gute alte „Apfelkuchen, sehr fein“, der meine ersten Backerfahrungen als Kind geprägt hat. Der Klassiker unter den Apfelkuchen. Weil er einfach so schnell zu machen ist, ohne viel Schnickschnack auskommt und nahezu jedem schmeckt. Schlichte Eleganz nennt man das wohl. Schlichte Eleganz, die auf Butter, Zucker und Weizenauszugsmehl aufbaut, was man aber getrost auch mal beiseiteschieben darf. Trotzdem dachte ich mir – das muss doch auch etwas gesünder gehen, ohne dass die Eleganz auf der Strecke bleibt. Mit etwas Inspiration aus dem Buch „Frisch und leicht“ der im Übrigen fabelhaften Donna Hay ist diese neue Kreation entstanden, die es nicht nur mit dem Klassiker aufnehmen kann, sondern seinen eigenen Platz in der „Hall of Lieblingskuchen-Dauerbrenner“ verdient.

ApfelVollkorn_Zutaten_Kennzeichnung_webEr ist nicht mehr so „fein“ wie in der Ursprungsversion, aber der Biss, hervorgerufen durch Vollkornmehl und Mandeln, steht den Äpfeln wirklich ausgezeichnet. Die Butter habe ich zum Großteil durch Buttermilch ersetzt, den Zucker durch Ahornsirup. Dadurch wird der Kuchen trotz seines Vollkornanteils nicht trocken, sondern herrlich saftig.

Um den Äpfeln ein besonderes Vanillearoma zu verleihen, habe ich sie mit Bourbon-Vanillezucker bestreut. Um hier auf den Zucker zu verzichten, kann aber auch reine Vanille verwendet werden.

Wie auch für das Original gilt, dass der Kuchen wirklich sehr schnell im Ofen ist. Zeit, alte Fotoalben heraus zu kramen, während sich langsam der Apfelkuchen-Geruch in der Wohnung breit macht. Danach heißt es: Zeit für einen neuen Eintrag im kulinarischen Gedächtnis!

Welche Kuchen, Torten oder Kekse wecken bei euch Kindheitserinnerungen?

Apfelkuchen

 

Vanille-Apfelkuchen

Zutaten

  • 180g Weizen-Vollkornmehl
  • 60g gemahlene Mandeln
  • 2,5 TL Backpulver
  • 80ml Ahornsirup
  • 1 TL abgeriebene Orangenschale
  • 1 TL Zimt
  • 60g Butter (geschmolzen)
  • 300g Äpfel
  • 280g Buttermilch
  • 2 Eier
  • 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker (alternativ das Mark einer Vanilleschote)

Zubereitung

Schritt 1 Butter schmelzen und mit den übrigen flüssigen Zutaten verrühren. Die trockenen Zutaten, bis auf die Äpfel und Vanille, in einer separaten Schüssel verrühren.
Schritt 2 Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und kurz verrühren. Backofen auf 190 Grad vorheizen
Schritt 3 Den Boden einer Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen.
Schritt 4 Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Auf dem Kuchen verteilen und die Äpfel mit der Vanille bestreuen.
Schritt 5 Den Kuchen ca. 45 Minuten backen (Stäbchenprobe machen).

1 Comment on Ein Rezept für Ratzfatz-Vanille-Apfelkuchen und Kindheitserinnerungen

  1. Carlotta
    30. Januar 2015 at 9:52 (4 Jahren ago)

    Der kleine Bruder vom Apfelkuchen: Apfel-Strudel! Mit ganz viel Vanille-Eis! 🙂

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