Gesunde Food Trends 2016

Gesunde Food Trends 2016Neues Jahr, neues Food-Glück!

Welche Zutaten, Zubereitungstechniken oder Ernährungsformen haben die Foodies in 2015 auf Trapp gehalten? Mir fallen da spontan Quinoa, Matcha-Tee, Goji-Beeren, Gemüsespaghetti, Smoothies in Form von Green Smoothis, Detox Smoothies oder als Smoothie-Bowl sowie „Clean Eating“-Rezepte ein. Die Liste ließe sich bestimmt noch um etliche weitere Punkte verlängern.

Zeit, einen Blick in die Zauberkugel zu werfen: Gibt es schon Trends, die sich für 2016 abzeichnen? Ich habe mich auf anderen Food-Blogs umgehört, Instagram und Pinterest durchstöbert und komme zu folgender Prognose.



Zutaten

1. Algen

Was 2015 der Grünkohl war, sind 2016 Algen! Auf diesen Trend bin ich besonders gespannt! Algensalat gehört ja zu meinen Lieblingsvorspeisen beim Japaner, aber ich habe Algen noch nie frisch zu kaufen gesehen. Aber in vielen Fällen richtet sich ja das Angebot nach der Nachfrage. Besonders gespannt bin ich – da ich mich ja zumindest für den Blog hauptberuflich ums Backen bemühen – ob man mit Algen auch backen kann. Immerhin selbstgemachte Nudeln mit Algen könnte ich mir noch vorstellen, das hat ja auch was mit Teig zu tun. Aber glaubt man diversen Foodtrend-Prognosen und Algen sind bald überall zu finden, dann lassen erste Rezept-Inspirationen bestimmt nicht lange auf sich warten.

Chiasamen

Eines der Trend-Zutaten 2015: Chiasamen

2. Urgetreide

Schon einmal von Einkorn, Emmer oder Kamut gehört? Produkte aus Weizen, Hafer oder Roggen sind Standard in unseren Ernährungsplänen, doch nach und nach tauchen immer mehr scheinbar unbekannte Getreidesorten auf. Früher, also so ganz früher, wurden vielfältige Getreidesorten verarbeitet, allerdings haben sich über die Jahre nur die ertragreichsten von ihnen durchgesetzt und die anderen sind in Vergessenheit geraten. Doch aufgrund verschiedener Vorteile sind sie nun wieder im Kommen. Neben der geschmacklichen Abwechslung, die Urgetreide auf den Teller bringt, sind auch die gesundheitlichen Vorteile nicht zu verachten. Die Getreidesorten verfügen über einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Eiweiß. Einen weiteren Pluspunkt verbuchen die Getreidesorten dadurch, dass sie über einen natürlichen Schutz gegen Umwelteinflüsse verfügen und Erträge durch Düngung ohnehin kaum gesteigert werden können. Übrigens zählen auch Pseudogetreidesorten wie Amaranth, Buchweizen oder Quinoa zu den Urgetreiden, die sich unter anderem durch die Tatsache auszeichnen, dass sie glutenfrei sind.

Die Pseudogetreidesorten sind schon vermehrt auf meinem Teller gelandet, aber für 2016 habe ich mir vorgenommen, auch einmal mit den restlichen Urgetreide-Sorten zu experimentieren. Rezepte und Erfahrungsberichte folgen!



Zubereitung

3. Brotbacken

Ich habe das Brotbacken 2015 für mich entdeckt und versuche nun Stück für Stück mich zu professionalisieren. Bisher habe ich hauptsächlich Brötchen gebacken, einfach weil ich ein schönes Wochendfrühstück mag, bei dem Brötchen für mich dazu gehören. Und außerdem finde ich am Wochenende eher die Zeit dafür, denn gutes Timing ist alles beim Brot. Ich denke, dem Trend zu Billig-Brötchen, der in den letzten Jahren entstanden ist und zahlreiche Back-Discounter-Ketten aus dem Boden sprießen lassen hat, setzt sich eine immer stärkere Gegenbewegung entgegen. Neben der Bevorzugung ursprünglich arbeitender Bäckereien, kommt es dabei auch immer mehr in Mode, selber Hand anzulegen. Wichtig dabei: Auch hier entschleunigt es den stressigen Alltag, denn gutes Brot braucht eben einmal seine Zeit. Der Geschmack dankt es einem. Ich habe es schon in dem ein oder anderen Beitrag erwähnt, aber wer sich näher mit dem Thema Brotbacken beschäftigen möchte, dem kann ich den Plötzblog nur wärmstens empfehlen. Ich möchte das Brotbacken 2016 definitiv weiter verfeinern. Vielleicht ja sogar mit Urgetreide…

4. Fermentation

Der Klassiker unter den fermentierten Gemüsen ist das Sauerkraut. Demnächst kommt rohes fermentiertes Gemüse wohl häufiger auf den Teller. Die schlagenden Argumente dafür sind eine Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien. Lebendige Bakterienkulturen stärken das Immunsystem. Fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut, das man im Handel erhält, ist allerdings häufig pasteurisiert und hat somit seine gesundheitlichen Vorteile verloren. Wer sich gerne selbst daran wagen möchte sein Gemüse zu fermentieren, der findet hier ein Rezept. Setzt sich der Trend durch, dürften demnächst auch wohl die Foodblogs voll mit Rezeptideen sein!

 5. (Acai-)Bowls

Smoothie-Bowl

Smoothie-Bowl

Sieht Essen nicht häufig hübscher aus, wenn es in einer hippen Schüssel serviert wird? Smoothie Bowls waren dieses Jahr der große Renner (mein Rezept findet ihr hier), aber im nächsten Jahr sollen wohl immer mehr Gerichte in Schüsseln serviert werden. In diesem Zusammenhang höre ich auch immer häufiger von „Acai-Bowls“. Der Acai-Beeren Trend kommt aus den USA und zu verdanken ist er dem hohen Anteil an Antioxidantien in den Beeren. Auch die Beeren nicht gerade ungesund sein mögen, zähle ich sie trotzdem zu den überhypten Superfoods.

6. Gemüsespaghetti

Ja, ich gebe zu, dass Gemüsespaghetti kein ganz so neuer Trend sind, aber er wird 2016 weiter fortbestehen und einen Höhepunkt erreichen. Gemüse wird häufiger zum Hauptdarsteller auf unseren Tellern, auf Kosten von Fleisch und einfachen Kohlehydraten. Auch interessant ist, wo das Gemüse her kommt. Der Wochenmarkt erlebt zum Beispiel eine Renaissance und wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, der versucht sich am Urban Farming, also Landwirtschaft in Städten.

Ich als Fleischverzichter kann diese Entwicklung natürlich nur begrüßen, denn sie kann sich nur positiv auf das Angebot auswirken.



Einstellung

7. Spriritual Food

Essen scheint nicht mehr nur der Nahrungsaufnahme zu dienen, sondern gleicht bei vielen Personen immer mehr einer Lebenseinstellung, die wie einst (bzw. in Teilen natürlich noch immer) wie eine Religion betrieben wird. Aktuell in aller Munde sind zum Beispiel „Clean Eating“ oder die „Paleo Diät“. Beim „Clean Eating“ wird auf verarbeitete Lebensmittel verzichtet und es kommen nur natürliche und vollwertige Lebensmittel auf den Teller. Die Paleo Diät geht der Überzeugung nach, dass sich Menschen wie unsere Vorfahren in der Steinzeit ernähren sollten, sprich auch nur Lebensmittel zu sich nehmen, die zu der Zeit verfügbar waren. Das schließt zum Beispiel Milchprodukte, Getreide oder Hülsenfrüchte aus. Ich bin gespannt, welcher Ernährungstrend 2016 auf der Agenda steht.

Meine Meinung dazu: Ich finde solche Ernährungskonzepte sehr spannend. Jedoch meine ich, dass es nie gut sein kann, zu extrem in eine Richtung zu gehen. Die Ernährung sollte in erster Linie ausgewogen sein, was euch heißt, dass man ab und zu sündigen darf.

8. Selbermachen

Dieser Trend hat ja eigentlich mit einigen der hier genannten Trends zu tun, aber ich finde er verdient eine separate Erwähnung. Der DIY Trend hat ja schon in einige unserer Lebensbereiche Einzug erhalten, zum Beispiel ins Heimwerken oder Nähen. Und ich denke, dass es auch für die Ernährung immer wichtiger wird. Natürlich muss es häufig noch schnell und einfach gehen (und dabei am besten noch gesund sein), aber mit etwas guter Vorbereitung kann man dann auch auf eigene Produkte zurückgreifen, die am besten natürlich konserviert wurden. Ich denke da zum Beispiel an eingemachtes Gemüse oder selbstgemachte eingefrorene Aufbackbrötchen. Oder man macht Gerichte selber anstelle sie zu kaufen, die man sich nur aufwärmen oder aufbacken muss. Aber dazu bald mehr hier auf dem Blog!


Das mit den Trends ist ja so eine Sache. Man sollte nicht jedem Trend hinterherlaufen. Ab und an wird man dadurch aber zum Beispiel auf eine Zutat gestoßen, die man vielleicht nicht kannte oder die ganz in Vergessenheit geraten ist. Ich bin generell offen und probiere gerne Neues aus – was nicht schmeckt oder in meinen Augen nicht sinnvoll ist, wird eben nicht mehr gekauft. Aber ich müsste lügen, wenn ich jetzt sage, dass Matcha Tee, Quinoa, Buchweizen oder Kokosmehl nicht in meinem Schrank zu finden sind… ;)

Was waren eure Trends 2015 und was sagt ihr für 2016 voraus? Oder kümmert ihr euch nicht um Trends?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>