Joghurt-Grießkuchen mit Rhabarber

Saftiger Joghurtkuchen geht eine Liaison mit frühlingsfruchtigem Rhabarber ein. So schnell wie dieser Kuchen auf dem Teller ist, so schnell ist er auch schon weggefuttert!

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Der Frühling ist schon was Feines: Es wird wärmer, die Blumen fangen an zu blühen und der regionale Markt macht wieder richtig was her. Vorbei ist die Zeit mit Rote Bete und Kohl, jetzt kommen die Frühlingsboten auf den Teller. Endlich gibt es wieder Spargel, Spinat und Rhabarber und die ersten deutschen Erdbeeren habe ich auch schon entdeckt.

Jetzt ist die Zeit, in der man auf den Wochenmärkten und im Supermarkt ein besonderes Phänomen beobachten kann: die Leute lassen die Importware links liegen und bedienen sich am regionalen Angebot (einige ziehen trotzdem noch den Preis der Regionalität vor). Das sollte eigentlich das ganze Jahr so sein: Wer braucht schon Äpfel aus Australien oder Kartoffeln aus Ägypten? Und warum müssen wir das ganze Jahr über Paprika essen?

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Noch nie im Leben habe ich mich so auf eine Paprika gefreut wie ich es jedes Jahr aufs Neue bei Rhabarber und Erdbeeren tue.

Und was man damit alles machen kann… Die Möglichkeiten sind schier unendlich und zum Glück haben wir ja noch genug von der Saison übrig und es folgen ja noch viele weitere!

Deswegen starten wir mal ganz entspannt mit diesem fixen Rhabarberkuchen mit Joghurt und Grieß. Der ist schnell zusammengerührt und damit es noch einmal doppelt fix geht, backen wir das Ganze in einer eckigen Form, sparen uns die Schnippelarbeit und verfrachten den Rhabarber einfach im Ganzen in den Teig.

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Ich habe letztens noch mit meiner Schwester diskutiert, ob man den Rhabarber schälen muss oder nicht. Ich meinte nein, sie war für ja. Inzwischen habe ich herausgefunden: Am Anfang der Saison darf man die Schale ruhig noch dran lassen, weil die Stangen dann noch wenig Oxalsäure enthalten. Der Wert nimmt erst im Laufe der Zeit zu. Aber wenn man die Schale entfernt, dann entfernt man meist auch die schöne rote Farbe. Es sei denn, man ist im Besitz des mysteriösen Himbeerrhabarbers, der in Zeitschriften immer angepriesen wird und für leuchtend rosafarbene Bilder sorgt, den ich aber noch nie irgendwo gefunden habe… Wart ihr schon einmal glücklicher Besitzer von Himbeerrhabarber?

Naja, dieses Rezept funktioniert auch super mit dem handelsüblichen 08/15 Rhabarber. Am zweiten Tag schmeckt mir der Kuchen übrigens am besten, also macht ihr am besten gleich genug davon, damit er so lange hält… 😉

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Joghurt-Grießkuchen mit Rhabarber

Zutaten

  • 150 Gramm Naturjoghurt (1,5% Fett)
  • 750 Gramm Rhabarber
  • Nach Belieben Pistazien und Puderzucker zum Bestreuen
  • 120 Gramm Halbfettmargarine
  • 120 Gramm Rohrohrzucker
  • 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 200 Gramm Dinkelmehl (Type 630)
  • 15 Gramm Backpulver
  • 75 Gramm Weichweizengrieß

Zubereitung

Schritt 1 Butter, Rohrohrzucker, Vanillezucker und Salz mit dem Rührbesen des Handrührers cremig rühren.
Schritt 2 Mehl, Weichweizengrieß und Backpulver mischen, abwechselnd mit dem Joghurt unter den Teig rühren.
Schritt 3 Eine Auflaufform oder Springform (Ø 26 cm) mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen. Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Schritt 4 Rhabarber waschen und die Enden abschneiden, ggf. schälen. Im Ganzen auf den Teig legen und leicht eindrücken. Ggf. den Rhabarber kleiner schneiden.
Schritt 5 Für ca. 45 Minuten im Ofen backen (Stäbchenprobe). Auskühlen lassen und nach Wunsch mit Puderzucker und gehackten Pistazien bestreuen. Der Kuchen schmeckt am besten, wenn er einen Tag durchziehen konnte.

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