Hefezopf meets Rüblikuchen: Karottenkuchen-Kringel

Ja, ich weiß – die Timelines sind momentan voll von Hefezöpfen und Carrot Cakes… Aber es gibt gute Nachrichten: Ihr könnt euch die Recherche sparen – ebenso wie die Entscheidung, ob es denn nun ein Rüblikuchen wie dieser oder doch lieber ein Hefezopf wie der hier sein soll. Mit diesem Rezept für Karottenkuchen-Kringel frühstückt ihr beide Oster-Klassiker in einem ab.

Karottenkuchen-Hefekringel

Was ihr dafür braucht? Ein hervorragendes Rezept für Hefeteig (hier setze ich mal wieder auf ein Rezept vom plötzblog), die klassischen Zutaten für einen Karottenkuchen und eine Anleitung zum Füllen und Formen der Hefekringel. Und – wie soll ich sagen – ich hab da mal was vorbereitet:

Wie das bei Hefe eben so ist, ist der Teig nicht mal eben auf die Schnelle gemacht, sondern erfordert etwas Planungszeit. Aber es sind ja noch ein paar Tage bis Ostern… Was mich an diesem Rezept so begeistert, ist die unglaubliche Fluffigkeit des Hefeteiges, dass sich der Hefegeschmack dezent zurückhält und dass der Teig sich wirklich ausgezeichnet verarbeiten lässt.

Ein Grund für die Fluffigkeit ist der Butteranteil, der sich jedoch im Rahmen hält. Er ist weit niedriger als in einem klassischer Karottenkuchen und zudem enthält die Füllung kein Fett. Damit der Teig gut gelingt, muss er ordentlich geknetet werden. Bei mir hat das dankenswerter Weise meine stylische Küchenhilfe übernommen – wer keine Küchenmaschine hat, freut sich einfach über das extra Workout!

Karottenkuchen_Kringel_web

Während die Hefe ihrer Arbeit nachgeht, könnt ihr in aller Seelenruhe die Füllung vorbereiten, die einfach aus geraspelten Möhren und Äpfeln und Haselnüssen besteht und mit den Gewürzen Zimt, Muskatnuss und Nelke aufgepeppt wird. Easy! Den Marzipanliebhabern unter euch schadet es auch nicht, heimlich noch etwas Marzipanrohmasse in die Füllung zu mogeln. Aber psst!

Nach entsprechender Gehzeit geht es dann ans Füllen und Formen der Kringel. Dafür teilt ihr den Teig zunächst in etwa 12 Stücke. Die Kringel haben dann Brötchengröße – etwas kleiner sind sie auch sehr fein, aber etwas schwieriger zu formen. Als nächsten werden die Stücke dann einzeln zu ovalen Fladen ausgerollt und mit der Füllung bestrichen. Dann rollt ihr die Fladen auf, legt sie mit der Naht nach unten und schneidet sie mit einem Messer ein – nicht ganz durchschneiden, sondern oben ein kleines Stück dran lassen! Als nächstes dreht ihr die drei Stränge so, dass die offene Seite nach oben zeigt und flechtet einen Zopf. Zuletzt werden die Stränge zu Kringeln zusammengesteckt! Hört sich kompliziert an, ist es aber gar nicht. Ein Zopf und dann habt ihr es raus. Ist so! Seid ihr eher so die visuellen Typen? Na gut, ein Bild sagt ja mehr als 1000 Worte:

Und jetzt seid ihr dran:

Hefezopf meets Rüblikuchen: Karottenkuchen-Kringel

Zutaten

  • 80g Dinkel-Vollkornmehl
  • 450g Weizenmehl (Typ 550)
  • 210g Fettarme Milch
  • 16g Hefe
  • 10g Salz
  • 80g Butter
  • 40g Zucker
  • 2 EL Orangensaft
  • 50g geraspelte Möhre
  • 1 kleiner Apfel (ca. 130 g)
  • 5g geriebener Ingwer
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 1-2 TL Zimt
  • 1 Prise Nelke (gemahlen)
  • 3 EL gehackte Haselnüsse

Hinweis

Rezept basiert auf dem Hefezopf-Rezept von Plötzblog

Zubereitung

Für den Vorteig
Schritt 1 Am Vortag Vollkornmehl, Wasser und ein Reiskorngroßes Stück Hefe mischen und abgedeckt bei Zimmertemperatur 18 Stunden stehen lassen.
Für den Teig
Schritt 2 Vorteig, Weizenmehl, Hefe, Salz und Milch mit der Küchenmaschine erst drei Minuten auf niedrigster Stufe kneten. Dann auf Stufe 2 hochschalten und weitere 10 Minuten kneten. Butter in Stücken dazugeben und für weitere 5 Minuten kneten. Zucker einrieseln lassen und noch einmal 5 Minuten kneten. Der Teig sollte schön glatt sein und nicht mehr kleben. 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, nach der Hälfte der Zeit einmal kurz durchkneten.
Für die Füllung
Schritt 3 Orangensaft, Möhre, Apfel, Ingwer, Muskatnuss, Zimt, Nelke und Haselnüsse mischen.
Kringel formen
Schritt 4 Teig in 12 Stücke teilen und diese rundformen. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Der Reihe nach ein Stück Teig nehmen, oval ausrollen, mit Füllung bestreichen und von der langen Seite her aufollen. Die Naht nach unten legen und in der Mitte durchschneiden, aber oben ein Stück stehen lassen. Die Füllung nach oben drehen und Zöpfe flechten, dann zu einem Kringel zusammenstecken. Die Kringel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
Ein letztes Mal ruhen
Schritt 5 Ein Ei verquirlen und die Kringel damit bestreichen. Für 90 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Danch wieder mit Ei abstreichen, ggf. mit Zucker bestreuen.
Kringel backen.
Schritt 6 Ofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Backbleche mit Hefekringel einschieben und den Ofen auf 180 Grad runterdrehen. Für ca. 20 Minuten backen.

1 Comment on Hefezopf meets Rüblikuchen: Karottenkuchen-Kringel

  1. Johanna
    25. März 2016 at 7:20 (2 Jahren ago)

    Das sieht ja wieder superlecker aus! Jetzt weiß ich gar nicht, ob ich noch bei meinem Hefezopf bleibe für Sonntag oder doch diese Kringel ausprobieren soll 🙂

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