Weihnachtliche Cantuccini mit Macadamia und Kirschen

Ja, die Plätzchen, die man von Mama und Oma kennt sind immer noch am besten. Aber es lohnt sich kulinarisch durchaus, wenn man ab und an sein bekanntes Terrain verlässt. Keine Sorge, wir haben dafür keinen 10-Stunden-Flug vor uns, die Reise geht nur bis nach Italien. Es gibt eine weihnachtliche Cantuccini-Version.Ja, Cantuccini oder Biscotti gehen einem doch deutlich eleganter von der Zunge als Zwieback-Kekse.

Was sind Cantuccini?

Bei Cantuccini handelt es sich um ein italienisches Mandelgebäck, das wie ein Zwieback doppelt gebacken wird. Einmal als Laib geformt und dann noch einmal in Scheiben geschnitten. Das macht sie extra kross und nebenbei auch sehr haltbar. Jetzt ist also die perfekte Zeit, um sie zu backen, denn dann schmecken sie locker noch bis zum Weihnachtsfest.

Woher kommen Cantuccini?

Wie könnte es bei einem Keks mit so einem Klang auch anders sein – Cantuccini kommen aus Italien. Genau genommen finden sie ihren Ursprung in Prato, in der Nähe von Florenz. Daher kennt man sie auch unter dem Namen Biscotti die Prato.

Wie schmecken Cantuccini?

Auch wenn die Zubereitungsart an Zwieback erinnert, sind Cantuccini doch etwas feiner, zumindest, wenn man sie nicht zu lange im Ofen lässt. Häufig kennt man sie staubtrocken, doch selbst den Rührlöffel zu schwingen lohnt sich, um das positiv zu beeinflussen.

Traditionell Mandeln oder nach Belieben auch Nüsse sorgen für einen schönen Knack, Gewürze für einen ausgewogenen interessanten Geschmack.

Wozu isst man Cantuccini?

Aufgrund der häufig eher trockenen Konsistenz isst man Cantuccini traditionell zu Kaffee, in den man sie dippt. Klassisch geht Tee natürlich auch. Die Empfehlung ist jedoch, sie zu einem Gläschen Wein zu probieren, das schließt zur Weihnachtszeit jetzt logischerweise auch Glühwein mit ein. Oder hat jemand einen besonderen Tipp?

Weihnachtliche Cantuccini

Soviel generell zu Cantuccini, hier noch ein paar Worte zu meiner Version:

Mandeln finden sich keine im meiner italienischen Plätzchen-Interpretation, dafür gibt es feinste Macadamia und getrocknete Kirschen. Auch Weizenmehl habe ich nicht verwendet, dafür eine Mischung aus Dinkel- und Vollkornbuchweizenmehl. Auf Vollkornmehl umzuschwenken, bietet sich bei diesem Keks an, da man sie ohnehin etwas rustikaler kennt. Das schönste an der Weihnachtszeit ist ja, dass man sich in Punkto Gewürzen voll austoben kann. Das kennt man ja sonst eher aus der indischen Küche, die das ganze Jahr über im Gewürzregal aus dem Vollen schöpft.

Weihnachtliche Cantuccini mit Kirschen und Macadamia

Zutaten

  • 200g Dinkelmehl 630
  • 60g Buchweizenvollkornmehl
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL Kardamom
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Muskat
  • 1 TL Orangenschale
  • 75g Rohrohrzucker
  • 60g Kokosöl
  • 1/2 Vanilleschote
  • 2 Eier
  • 2 EL Ahornsirup
  • 100g Macadamia
  • 80g getrocknete Kirschen

Zubereitung

Schritt 1 Ofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehl, Natron, Weinsteinbackpulver und Salz mischen. In einer anderen Schüssel die Gewürze zusammen mit dem Zucker und dem Kokosöl verrühren. Eier und Ahornsirup unterrühren. Danach die Mehlmischung kurz unterrühren. Zum Schluss Macadamia und Kirschen unterheben.
Schritt 2 Auf Backpapier zwei Laibe formen und für 22 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Dann mit einem Brotmesser vorsichtig in 1,5 cm breite Scheiben schneiden. Mit den Schnittflächen nach unten in den Ofen geben und 8 Minuten bei 160 Grad backen. Umdrehen und weitere 8 Minuten backen.

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