Veganer Blutorangen Meringue Pie

Knuspriger Mürbeteig, fruchtiger Blutorangen Curd, getoppt von cremiger Meringue – und das alles natürlich vegan! Geht nicht? Denkste! Sowohl Mürbeteig, als auch Blutorangen Curd und Meringue lassen sich nämlich hervorragend vegan herstellen. Wie das geht und dieser vegane Meringue Pie entsteht, erkläre ich euch jetzt.

Tarte mit Blutorangen Curd

So geht veganer Mürbeteig

Starten wir mit dem Mürbeteig. Was in diesem Klassischerweise nicht vegan ist, sind Ei und Butter. Das Ei lassen wir einfach weg und nehmen dafür etwas mehr Flüssigkeit und bei der Butter müssen wir auf ein Alternativprodukt zurückgreifen, nämlich vegane Butter. Am besten ohne Palmöl, falls ihr so ein Produkt findet. Margarine würde vom Prinzip her auch funktionieren, jedoch fehlt dann das buttrige Aroma, was einen Mürbeteig ausmacht. Easy? Dann geht’s weiter zur zweiten Schicht.

Tarte mit Blutorangen Curd und Baiser

Veganen Blutorangen-Curd selber machen

Ihr kennt bestimmt den Klassiker Lemon Curd und habt diesen vielleicht auch schon einmal gekocht. Dafür braucht ihr Zitronensaft, Zucker, Eier und Butter. Wir drehen hier an allen Stellschrauben und machen kurzerhand veganen Blutorangen Curd. Die Eier, die sonst für die Bindung sorgen, ersetzen wir durch Speisestärke. Und statt der Butter kommt Kokoscreme in den Curd. Das ist der feste Teil einer Kokosmichdose, der sich oben drauf absetzt, wenn ihr die Dose eine Zeit kühl stellt. Und statt Butter erhält man hier ein feines dezentes Kokosaroma, das perfekt mit der Blutorange harmoniert.

Blutorangen Curd Pie

Veganer Meringue Pie dank Aquafaba

Was wäre ein veganer Meringue Pie ohne die Meringue! Hier heißt das Zauberwort Aquafaba, also das Kochwasser von Beispielsweise Kichererbsen. Beim Kochen geliert die Stärke in Hülsenfrüchten wie Bohnen oder Kichererbsen und geht in das Kochwasser über. Tadaa: Diese Flüssigkeit lässt sich nun aufschlagen und man erhält veganen Eischnee, der sich vielseitig einsetzen lässt. Und das ist das letzte Element, das unser veganer Meringue Pie noch braucht.

Der Geschmack der Baisermasse kommt wirklich sehr nah an das Original dran. Und in meinem Rezept wird es nur kurz abgeflämmt. Wer also nicht ganz so auf rohe Baisermasse steht, sollte vielleicht nur die Hälfte verwenden und ordentlich abbrennen. Das könnte auch mit der Grillfunktion des Backofens funktionieren. Ich freue mich über Erfahrungsberichte!

Jetzt seid ihr perfekt ausgestattet mit meinem veganen Baukasten für Veganer Meringue Pie mit Blutorangen-Curd. Zeit, den Kochlöffel zu schwingen!

Veganer Meringue Pie

Rezept für Veganen Blutorangen Meringue Pie

Für den veganen Mürbeteig

  • 200 g Dinkelmehl 630
  • 1/4 TL Salz
  • 2 EL Rohrohrzucker
  • 100 g kalte vegane Butter
  • 4 EL kaltes Wasser
  • 1 TL Zitronensaft

Mehl, Salz, Zucker und Butter mit den Händen oder der Küchenmaschine zu Streuseln verarbeiten. Wasser und Zitronensaft hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt mindestens 30 Minuten kühl stellen. Zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen und eine gefettete Springform damit auslegen. Mit Backpapier und getrockneten Erbsen belegen und 10 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze blind backen. Erbsen und Backpapier entfernen und weitere 15 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Für das Blutorangen Curd (inspiriert von jessicainthekitchen.com)

  • 350 ml Blutorangensaft
  • 4 EL Speisestärke
  • 80 g Rohrohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL geriebene Bio-Zitronenschale
  • 150 g Kokoscreme (den festen Teil einer Kokosmilchdose, die im Kühlschrank stand)

Blutorangensaft, Speisestärke und Zitronenschale in einem Topf verrühren und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten erwärmen. Zucker und Salz hinzufügen, 2 Minuten köcheln lassen. Die Kokoscreme hinzufügen und nochmals kurz aufkochen. Dann die Masse abkühlen lassen und auf dem Mürbeteigboden verteilen.

Für die Meringue

  • Flüssigkeit von einer Dose Kichererbsen
  • 50 ml Puderzucker
  • 1 TL Zitronensaft

Die Kichererbsen-Flüssigkeit 5 Minuten mit dem Rührbesen aufschlagen. Dann den Zitronensaft hinzugeben und nach und nach den Zucker unterrühren. Die Masse auf dem Kuchen verteilen und mit einem Brenner die Oberfläche abbrennen.

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