Veganer gedeckter Apfelkuchen mit Haferflocken

„Äpfel satt!“ schreit der Apfelkuchen und deckt sich beherzt zu. Sorry, tierische Produkte und Zuckerorgien müssen leider draußen bleiben!

Heute dreht sich nämlich alles um den Hauptdarsteller Apfel! Und wenn ich Apfelkuchen sage, dann meine ich auch Apfelkuchen! Tatsächlich verstecken sich unter der veganen Mürbeteigdecke so viele Äpfel, wie in einer Springform mit 26 cm Durchmesser nur Platz finden. Oder um es genau zu sagen, für die Zahlenfanatiker unter euch: Der Kuchen ist mit 1,5 kg Apfel-Maximalbeladung in den Ofen gefahren. Nach einem Stück davon könnt ihr euch getrost für längere Zeit von eurem Doktor verabschieden, denn der Apfel-Turboload reicht für mehrere Tage!

Viel mehr braucht es nicht zur Glückseligkeit: Am besten kurz in den Garten huschen, um sich ein paar Äpfelchen vom Baum zu stibitzen (hey, ich bin auch kein Besitzer eines solchen Zauberbäumchens, aber ich kenne jemanden, der jemanden kennt…), dann mit den besten Zutaten zu einem kleinen Wunderwerk verbinden und – am besten noch warm – ein verdientes Genusspäuschen einlegen, bei der Gewissheit, Gesundheit und Seele etwas Gutes zu tun.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mich erinnert so ein Apfelkuchen immer auch an Kindheit. Es ist halt ein Klassiker und und das zu Recht! Aber es empfiehlt sich mit der Zeit zu gehen und inzwischen weiß man ja, wie gut man auch ohne tierische Produkte zurechtkommt. Obwohl der Apfelkuchen ja noch aus einer Zeit stammt, in der exzessiver Fleischgenuss, wie wir ihn heute kennen, noch nicht an der Tagesordnung war.

Also traut euch an dieses fixe zauberhafte Schätzchen und schafft euch euer eigenes Stückchen Glückseligkeit! Guten Appetit!

Rezept veganer gedeckter Apfelkuchen mit Haferflocken

Für den Teig

  • 200 g Dinkelvollkornmehl
  • 50 g Dinkelmehl 630
  • 100 g Haferflocken
  • 170 g vegane Butter oder vegane Margarine
  • 110 g Rohrohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 EL geschrotete Leinsamen
  • 1 TL Zitronensaft

Leinsamen mit 3 EL Wasser verrühren und 5 Minuten quellen lassen. Zusammen mit den restlichen Zutaten zu einem einigermaßen glatten Teig verkneten. Teig mindestens 30 Minuten kalt stellen. Eine Springform (26 cm Durchmesser) fetten. Teig halbieren und eine Hälfte wieder in den Kühlschrank legen. Von der anderen Hälfte 2/3 abnehmen und zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen. Mit dem Springformrand ausstechen und den Boden der Springform auslegen. Das andere Drittel zu einer langen Rolle formen und an den Rand der Springform legen, dann platt drücken und Teig wieder in den Kühlschrank stellen.

Für das Apfelkompott

  • 1,5 kg Äpfel
  • 250 ml Apfelsaft
  • 50 g Rosinen
  • 1 EL Speisestärke
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 TL Vanilleextrakt

Rosinen mit einem Teil des Apfelsafts mischen. Die Äpfel schälen, entkernen und in Stücke schneiden. Den restlichen Apfelsaft mit dem Zitronensaft in einen Topf geben, Rosinen und Vanille dazugeben und aufkochen. Speisestärke mit etwas Wasser glatt rühren, dann zum Saft geben und kurz aufkochen. Äpfel dazugeben und unterheben.

Ofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Springform aus dem Kühlschrank nehmen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Äpfel in der Form verteilen. Den restlichen Teig zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen und entweder als Decke auf den Kuchen legen und mehrmals mit einer Gabel einstechen, oder zum Beispiel Herzen ausstechen und auf dem Kuchen verteilen. Für ca. 50 Minuten backen und etwas abkühlen lassen. Vor dem Servieren nach Wunsch mit Puderzucker bestäuben.

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